20. Januar 2017

Lesestoff: Das Rosie Projekt



Es ist ein lauer Sommerabend Anfang Januar 2016 als ich mit meiner Reisefreundin Jess über den riesigen Queen Victoria Market in Melbourne schlendere. Wir hatten uns gerade an einer der vielen Food-Stände etwas Leckeres gegönnt und waren nun bereit die kleinen und großen Schätze des Abendmarktes zu entdecken. Ein kleiner Second-Hand-Bücher-Stand erweckte unser Interesse und es dauerte nicht lang bis ich ein Buch besonders interessierte. "You should take this one", sagte eine ältere Dame und blickte auf das Buch, das ich gerade in der Hand hielt. "It's hilarious", meinte sie. Nach einem kurzen Plausch mit ihr, entschied ich mich, ihrem Rat zu folgen. "The Rosie Project" stand auf dem Einband. 


Don Tillman ist Ende 30, australischer Wissenschaftler auf dem Gebiet der Genetik, und hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie seine zuküftige Ehefrau sein sollte. Mit einem 16-seitigen Fragebogen, natürlich auf exakte wissenschaftliche Art und Weise entwickelt, will er sie finden. Raucherinnen, Veganerinnen oder schlicht unpünktliche Frauen haben keine Chance, doch wie das Leben es so möchte, trifft er auf Rosie. Und Rosie ist eine unpünktliche und rauchende Barkeeperin. Sie hingegen braucht Don, den Genetiker, um ihren Vater zu finden. Bei solch einer brisanten Kombination sind irrationale Gedanken und Gefühle bei Don und Rosie vorprogrammiert.

Die Protagonisten
Don ist ein überkorrekter Mann, der sein Leben genau durchplant. Er ist rational und isst sogar an jedem Wochentag das Gleiche - für höchstmögliche Effizienz. Dies ist schon etwas pedantisch und weist autistische Züge auf. Don ist jedoch hochintelligent und gerade aber seine so verschrobene Art macht ihn liebenswert und sympathisch. Bereits nach wenigen Seiten hat man ihn ins Herz geschlossen.
Das komplette Gegenteil von Don ist Rosie. Sie studiert Psychologie. Rosie ist zudem Vegatarierin und Raucherin - und hat damit für Don natürlich so gar kein Ehefrauenpotential. Doch die beiden haben trotzdem eine Verbindung zueinander und bauen im Laufe der Geschichte eine Verbindung auf.

Mein Fazit
Ich fand den Roman "Das Rosie Projekt" des australischen Autoren Graeme Simsion ganz großartig und hatte auf den 350 Seiten solch einen großen Spaß. Ich las es abends im Hostel und Jess sagte ständig zu mir "Mensch, du lachst ja schon wieder".  Wer verschrobene Charaktere á la Sheldon Cooper (an den hat Don mich mit seiner schrägen Art ständig erinnert) gern hat, der wird Don lieben, zudem ist es intelligent und unterhaltsam geschrieben. Von mir gibt es daher an euch eine absolute Leseempfehlung. "Das Rosie Projekt" war im vergangenen Jahr das beste Buch, das ich gelesen habe.


//EN: It was a warm night in January 2016, when I was visiting the Queen Victoria Night Market in Melbourne with my friend Jess. After we ate a delicious sandwich we were wandering around looking for little treasures. We found a cute little second hand shop with books and the one that I bought was "The Rosie Project".
The novel is about Don Tillman, a 30-year-old scientists (genetics), who has an exact vision of his future wife. With a 16-page-questionaire he tries to find her - and then he meets Rosie. She was everthing he never wanted - a smoking and vegetarian bartender. But Rosie needs Dons help with finding her biological father. So the story of Don and Rosie begins...
The Rosie Project was my favorite book in 2016, it's so hilarious. The characters are very lovable and funny. Don reminded me of Sheldon Cooper - and if you like people like him - you'll absolutely love this novel.// 

Kennt ihr "Das Rosie Projekt"?
Do you know the book?

1 Kommentar:

  1. Mir ging es wie Dir: eines der besten Bücher (im Bereich Belletristik), die ich bisher je gelesen habe. Besonders gefiel mir, dass es auf intelligente Weise humorvoll war. Nur "witzig" ist für mich kein herausragendes Qualitätsmerkmal. Den Nachfolger, "The Rosie Effect" kann ich Dir ebenfalls wärmstens empfehlen.

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