5. April 2017

Eat. Pray. Love.

Location: Leipzig, Germany

Als ich kürzlich in der Heimat war, durchstöberte ich mal wieder Muttis Bücherregal, denn sie hat - so ihre aktuelle Meinung und Freude am Ausmisten - viel zu viele. Braucht man ja gar nicht. Klar... Ich denke, sie möchte sich nur mal wieder neue Bücher zulegen und braucht daher Platz. Aber auch egal am Ende, denn das ist eine klassische Win-Win-Situation. Ich habe neuen Lesestoff und Mutti Platz für neue Schätze. Danke, dass du diesen Buchschatz an mich weitergegeben hast, Eat Pray Love von Elizabeth Gilbert aus dem Jahr 2006.

 
Worum geht's?
Ich bezweifle, dass ich noch viel über die Handlung des Romans sagen muss. Daher nur kurz zum Plot: Elizabeth Gilbert selbst hat eine schwere Zeit hinter sich mit Depressionen und einer ekligen Scheidung hinter sich, als sie beschließt, nach Italien, Indien und Indonesien (Bali) zu reisen, um dort insgesamt ein Jahr zu verbringen. In Italien lernt sie die Sprache und Kulinarik kennen, in Indien das Meditieren und yoga und auf Bali lernt sie wieder zu lieben.

Mein persönlicher Eindruck
Eat Pray Love liest sich sehr gut. Zum Anfang hatte ich zwar ein paar kleine Schwierigkeiten, da sich die Geschichte zunächst um ihr Befinden vor ihrer Reise geht, ehe sie nach Italien aufbricht und es in dieser Phase gar nicht gut gut. Aber Elizabeth macht im Laufe des Jahres eine unheimlich positive Entwicklung durch, die richtig ansteckend ist. 

Ich fand das Buch alles in allem sehr motivierend, besonders eine Stelle ist mir im Gedächtnis hängen geblieben. Elizabeth Gilbert schreibt darin über negative Gedanken und ihrer Technik damit umzugehen. Wer ertappt sich nicht manchmal dabei, der Negativität zu viel Raum zu geben statt dankbar über all das Positive im Leben zu sein. Auf den Kern heruntergebrochen sagt Miss Gilbert sich immer wieder den Satz "Ich möchte keine unguten Gedanken hegen", sobald einer im Anflug ist und stellt sich dabei ihr Ich als Insel vor, auf die nur positive Dinge Zutritt haben. Eine gute Taktik, die für mich auch schon das ein odere andere Mal funktioniert hat.

FAZIT: Ein wunderbares Buch. Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht direkt seinen Koffer packen und in den nächsten Flieger in Richtung Lieblingsorte starten möchte, denn kaum etwas prägt die Persönlichkeit mehr als allein zu verreisen. Aber das Buch gibt auch zu Hause jede Menge Denkanstöße. Wer es noch nicht kennt, sollte dies schleunigst ändern. Die 480 Seiten sind beim Berliner Taschenbuch Verlag erschienen.

Übrigens: Verfilmt wurde der Roman vor einigen Jahren mit Julia Roberts in der Hauptrolle - auch sehr empfehlenswert.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für deinen Kommentar!